Aus Paulas Schreibtagebuch – Paulas Hörbuch im Audizonasbecken und in Amadiblien

Nicht der erste und wohl auch nicht der letzte Beitrag über Amazon und Audible (Audizonasbecken und Audiblien). 😉


Guten Tag,

es gilt: „Selfpublishing ist nichts für schwache Nerven!“ Das durfte ich in dieser Woche wieder einmal auf sehr durchwachsene Art erleben. Vor allem im Audizonasbecken und in Amadiblien.

Die Dame, die für mich bei Xinxii im Bereich Distribution zuständig ist, teilte mir mit, dass in dieser Woche
Felicitas als Hörbuch bei Audible

endlich verfügbar sein sollte. Lange Zeit konnte nicht geklärt werden, warum das Audiobook nicht zur Bestellung aufgelistet war, obwohl es in der Datenbank von Xinxii und Audible hochgeladen war. Nach einem halben Jahr war es gestern endlich so weit. Das bedeutet auch, dass es als Hörbuch-Download bei Amazon verfügbar ist. Das sind zwei gute Nachrichten. Aber warum war meine Woche bezogen auf Amazon durchwachsen, wie ich es eben behauptet habe?

Da Xinxii mit Amazon einen Ebookstreit hat, von dem ich nur weiß, dass es ihn gibt, sind Ebooks von Autoren, die über Xinxii bei Amazon veröffentlichen gesperrt. Das gilt zumindest für viele Selfpublisher. Und da nicht vorausgesagt werden kann, wie lange das noch so geht, wurde mir vorgeschlagen, den ersten Band des Felicitasprojekts über Kindle Direct Publishing bei Amazon zu publizieren.

Ich war guten Mutes, denn ich hatte vor ungefähr eineinhalb Jahren ein Ebook bei KDP selbstständig eingestellt und veröffentlicht. Und der erste Eindruck war, dass sich nichts geändert hat. Aber der schein trog. Im „Blindflug“, also mit der Nutzung eines Screen Readers ist es wohl nicht mehr möglich ein Ebook selbst zu veröffentlichen. Und Safari ist diesmal nicht der Übeltäter. Ich habe es nämlich auch mit Googlechrome und Firefox, also den tollen Hechten unter den Webbrowsern, versucht. Das Ergebnis ist immer Dasselbe. Mir ist es nicht möglich eine Buchkategorie auszuwählen, da die Auswahlfelder nicht angezeigt werden. Nur der Button für die Bestätigung der Auswahl ist für mich vorhanden. Auch der Bereich, in den die Uploads des Covers und der Buchdatei hochgeladen werden können, glänzt für mich durch Abwesenheit. Der Mensch, der meine Anfrage an den Support beantwortet hat, musste freundlich abwinken, als ich nach Unterstützung bei der Veröffentlichung meines Ebooks fragte. Das ist nicht vorgesehen. Also werde ich mich nach bezahlter Hilfe umsehen müssen.

Es gibt übrigens einen älteren Artikel

https://texthaseonline.com/2014/08/13/texthase-online-zum-thema-zusammenarbeit-und-bestellungen-bei-amazon/ von mir. In diesem Beitrag ging es mehr um die Bestellung bei Amazon. Hierzu muss ich anmerken, dass auch in dieser Hinsicht keine Verbesserung eingetreten ist. Denn die Werbeeinblendungen werden immer mehr und schneller, was nicht nur für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen das Stöbern und Bestellen immer schwieriger und langsamer macht. Das gilt auf jeden Fall für die offizielle Homepage des Shops. Durch einen Beitrag in der Computerwoche aus München wurde ich auf folgenden Link, der
offiziell von Amazon
als barrierearm zur Verfügung gestellt wird, empfohlen. Das Gehampel durch ständige Werbeeinblendung ist auf der Seite tatsächlich abgestellt, die Struktur ist einfach. Aber diese Homepage ist ausschließlich in englischer Sprache.

Vor nicht allzu langer Zeit bekam ich einen Geheimtipp für eine Seite, auf der ein Designer wirklich eine ganz einfache Struktur für die Nutzung von Amazon entwickelt hatte, und auf der im unteren Bereich spezielle Angebote für blinde und sehbehinderte Käufer standen. Doch diese Seite ist so geheim, dass ich sie via Websuche nicht wieder finde. Und ich weiß bedauerlicherweise auch nicht mehr, wer mir diesen Tipp seiner Zeit gegeben hatte.

Was die Hörbuchdownloads betrifft, so komme ich mit der Seite von Audible, die für Kunden mit Screen Reader gedacht ist, gut zurecht, wenn ich die Hauptseite geöffnet habe und den Link, der leicht auffindbar ist, angeklickt habe. Allmählich wird das Angebot besser, was die ungekürzten Hörbuchversionen angeht. Und ich liebe Gabriele Blum. 🙂

Dagegen ist der Amazon-Download im „Blindflug“ eine Tortur. Man findet den Link ebenso schlecht wie den Button, mit dem man die Amazonhomepage auf barrierefrei stellen kann. Übrigens, ist es wohl immer noch so, dass man digitale Inhalte wie Ebooks und Mp3-Downloads nach wie vor nicht über die Smartphoneapps kaufen kann. Das Einzige, was mir wirklich gut gefällt, ist die Kindleapp für iPhone. Denn nachdem ich ein Ebook aus der Kindleedition gekauft habe, kann ich mir das Buch über die App bequem vorlesen lassen oder mit meinem Brailleddisplay lesen.

Mein Fazit ist, dass ich Amazon als Kundin nur für das Lesen von Kindleebooks nutze. Das Audibleabo bleibt solange ich noch ungekürzte Hörbücher, die ansprechend und angemessen gelesen werden, finde. Als Selfpublisher muss ich mit Amazon leben und werde häufiger nach der Präsenz meiner Bücher auf Amazon gefragt. Dass ich mir jetzt für die Veröffentlichung meines Buches als Kindleversion bezahlte Hilfe engagieren muss, ärgert mich wirklich, was vor allem daran liegt, dass das vor nicht allzu langer Zeit anders war. Bequem war es nie. Aber es war immerhin möglich.

Ich wünsche euch allen gute Möglichkeiten bei der Publikation eurer Bücher und viel Erfolg beim Verkauf und zwar nicht nur im Audizonasbecken und in Amadiblien!

Liebe Grüße

Paula Grimm

Autor: PaulaGrimm2412

Paula Grimm ist das Pseudonym für meine Arbeit als Autorin. Ich wurde am 24. Dezember 1965 in Issum im Kreis Kleve geboren, bin seit Geburt vollblind und ursprünglich Diplompädagogin von Beruf. Seit Oktober 2004 lebe ich wieder am linken Niederrhein, war freiberufliche Lebensberaterin und Webtexterin für unterschiedliche Schreibbüros und Webportale und bin seit August 2016 offiziell freiberufliche Autorin. Ich bin prosaisch. Aber treibe es bezogen auf Prosatexte thematisch und stilistisch bunt.

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