Blogempfehlung für Autoren und Selfpublisher – Gewerbeanmeldung oder nicht? Das ist oft die Frage!

Guten Tag,

 

es gibt Fragen, die immer wieder gestellt werden. Eine davon ist, ob Autoren und Selfpublischer bei ihrer örtlichen Finanzverwaltung ein Gewerbe anmelden müssen oder nicht. Einen Beitrag über die Anmeldung einer freiberuflichen Tätigkeit als Autor oder Autorin als auch über die Bedingungen, die Für die Anmeldung eines Gewerbes erforderlich sind, gab es heute in der Selfpublisherbibel unter http://www.selfpublisherbibel.de/autorentipp-muss-ich-als-autor-ein-gewerbe-anmelden/.

 

Liebe Grüße

 

Paula Grimm

Aus Paulas Schreibtagebuch: Fünfundvierzig Jahre Mit der Brailleschrift

Mit der Brailleschrift ins moderne Medienzeitalter

 

Guten Tag,

am 08. August 1972, heute vor 45 Jahren, wurde ich in die Landesschule für Blinde eigeschult. Heute ist also ein ganz besonders guter Tag, um noch einmal über die Blindenschrift und ihre Bedeutung für mich zu schreiben. Grundinformationen mit den sechs Punkten, warum mir die Kulturtechnik der Blinden so wichtig ist und mir immer noch Freude macht, gab es im Beitrag: https://www.paulagrimmsschreibwerkstatt.de/2017/07/24/aus-paulas-schreibtagebuch-sechs-punkte-fuer-sechs-punkte-ueber-die-punktschrift/.

Ab dem 08. August 1972, der übrigens auch ein Dienstag war, lernten Sabine, Bernd, Beate, Matthias, Andrea, Peter und meine Wenigkeit bei unserem Klassenlehrer herrn Uerlings lesen, schreiben, rechnen und Sachkunde. Unsere Fibel war von Frau Ria Bleilevens erstellt worden, die auch eine Lehrerin an der Rheinischen Landesschule, wie sie damals noch hieß, war. Diese Fibel war ein Ordner mit Seiten, die aus Folie waren, die vermittels eines Wärmedruckverfahrens mit den Buchstaben, kurzen Sätzen und kleinen Geschichten in Punktschrift bedruckt worden waren. Das Wärmedruckverfahren wurde im schuleigenen Medienraum von Herrn Wolter nach Bedarf ausgeführt. Wie die Fibeln für die Erstklässler wurden auch andere Lehrmittel, z. B. Landkarten mit dieser Technik angefertigt.

Es gab jedoch auch gedruckte Schulbücher aus den Punktschriftverlagen in Hannover und Paderborn, das Lesebuch die Auswahl und später das Geschichtsbuch die Reise in die Vergangenheit oder das Biologiebuch dein Weg zur Natur. Darüber hinaus gab es auch eine schuleigene Bücherei, die auch Kinderbücher in der Blindenvollschrift hatte, die wir während der gesamten Grundschulzeit lasen. Meine Patin schenkte mir zum Geburtstag am 24. Dezember und zu Beginn der Sommerferien immer mindestens ein Buch aus Paderborn, wo es nicht nur gebundene sondern auch Bücher in Heftform zu kaufen gab, die wesentlich günstiger aber sehr gut angefertigt waren, sodass ich sie, wenn ich aus ihnen „herausgewachsen“ war, an jüngere Kinder weitergeben konnte. In meiner Buchschatztruhe landeten Werke von Otfried Preußler, Ursula Wölfel et c.

Wir lernten mit unseren Bogenmaschinen Punktschrift zu schreiben. Die Blindenkurzschrift lernten wier bedauerlicherweise erst zu Beginn der Hauptschulzeit mit der Kurzschriftfibel von Herrn Zedler. Dieses Werk wurde seiner Zeit in Hannover hergestellt. Bei einer blinden Lehrerin, Frau Herrmann, lernten wir auch mit dem klassischen Schreibgerät, der Punktschrifttafel zu schreiben. So wie es zwei Modelle der Bogenmaschinen gab, gibt es auch unterschiedlich große Tafeln. Eine in der Größe einer Postkarte ist immer noch für Notizen in meinem Rucksack. Ich kann damit recht ordentlich spiegelschrift schreiben.

Was uns später noch sehr nützlich wurde, war, dass wir ab der ersten Hauptschulklasse Schreibmaschinenunterricht hatten. Was wir mit dem Zehnfingersystem zunächst auf mechanischen und später auf elektrischen Schreibmaschinen schrieben, konnten wir zunächst selbst nicht lesen und korrigieren. Ab Mitte der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts machte es die Computertechnik jedoch möglich spontan Texte in die Tastatur zu tippen, ohne zuvor eine Punktschriftversion anzufertigen, die man dann erst noch abschreiben musste. Korrigieren wurde damit auch ganz einfach.

Blinde nutzen für die Arbeit am Computer ein handelsübliches Notebook oder einen ganz normalen Desktop, der als Zusatz ein Screen-Reader-Programm hat, an dem eine sog. Braillezeile angeschlossen wird. In Wikipedia werden Braillezeilen bzw Brailledisplays wie folgt beschrieben:
„Die Braillezeile, kurz Zeile, oder Brailledisplay ist ein Computer-Ausgabegerät für Blinde, das Zeichen in Brailleschrift darstellt. Üblicherweise werden sie durch Screenreader angesteuert, die Zeichen in ausgewählten Bildschirmbereichen auslesen und in Computerbraille darstellen. Dadurch können Blinde große Teile der Standardsoftware benutzen und selbstständig am Computer arbeiten.

Die Funktion der Brailleschriftdarstellung basiert auf dem piezoelektrischen Effekt speziell gezogener Kristalle, die sich beim Anlegen einer elektrischen Spannung verbiegen und damit dann einen Stößel als Punkt aus einer Fläche herausragen lassen, elektronisch gesteuert, um die Zeichen in Blindenschrift aufzubauen. Die Benutzer können mit ihren Fingerkuppen die Zeichen abtasten. Es gibt Braillezeilen, die 20, 40 oder 80 Zeichen darstellen können.

An der Braillezeile sind Steuertasten angebracht, mit denen der dargestellte Bildschirmausschnitt verschoben werden kann.

Da für die Arbeit am Computer mehr Zeichen notwendig sind, als sich mit sechs Punkten darstellen lassen, wird zu den drei Punktzeilen der Standard-Brailleschrift oft eine vierte Zeile hinzugefügt, sodass acht Punkte zur Verfügung stehen. Auf diese Weise erhält man 256 Kombinationen. Die Codierung der Standardzeichen bleibt dabei jedoch weitestgehend gleich, die letzte Zeile bleibt lediglich leer.

Alternativ können Screenreader auch eine Sprachausgabe bieten. Gegenüber dem Vorlesen sind Braillezeilen genauer und geben Wort für Wort wieder. Somit kann auch die Rechtschreibung direkt überprüft werden, ohne dass die Sprachausgabe buchstabieren muss.

Da Braillezeilen nur in kleinen Stückzahlen hergestellt werden, sind die Produktionskosten entsprechend hoch. Der Anschaffungspreis für eine Zeile, die 80 Zeichen darstellen kann, beträgt ungefähr 10.000 Euro. Die Kosten hierfür werden in Deutschland bei vorliegender Indikation von der Gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. In Österreich werden die Kosten von den Bundessozialämtern und den Ländern erstattet.“

In dem Artikel von Wikipedia, den ich hier auszugsweise zitiert habe, findet Ihr auch bildliche Darstellungen, die Brailledisplays und ihre Funktion anschaulich machen. Da sowohl Braillezeilen als auch die Sprachausgaben, die ebenfalls über die Screenreaderprogramme gesteuert werden, den Inhalt des Computerbildschirms nur auszugsweise darstellen oder vorlesen, kann die Arbeit an Computern für blinde Nutzer effizienter und vereinfacht werden, wenn beide Komponenten zur Verfügung stehen. Blinde, die eine Braillezeile beantragen, können die Computer für ihren Heimarbeitsplatz, also für den privaten Bedarf, bei ihrer Krankenkasse beantragen. Wer einen Computer allerdings für seine Arbeit benötigt, muss seinen Antrag bei öffentlichen Trägern wie Arbeitsagentur oder dem sog. Integrationsfachdienst einreichen.

Quelle:

de.wikipedia.org/wiki/Braillezeile

Inzwischen lesen Blinde und hochgradig Sehbehinderte nicht nur Großdruck oder Punktschrift oder scannen sich bücher ein, die sie sich eigenhändig auf ihre Bedürfnisse hin formatieren. Die Lektüre von Ebooks ist ebenfalls möglich und das auch nicht nur über die akustische Wiedergabe. Kindle, iBooks und Epub können mit der Braillezeile gelesen werden. Das geht mit den kurzen Brailledisplays sogar mobil. „Blauzahn sei Dank!“ 😉 Allerdings sind nicht alle Ebooks barrierefrei zugänglich. Denn häufig gibt es Konflikte zwischen den Screen Readern und der Kopierschutztechnik.

Ich bin froh und dankbar die Brailleschrift gut gelernt zu haben und sie viereinhalb Jahrzehnte angemessen genutzt zu haben und miterlebt zu haben wie anpassungsfähig meine Kulturtechnik ist. Mir sind die Schwierigkeiten bei der Hilfsmittelbeschaffung und die Barrieren, die es immer noch gibt, oder die neu dazu gekommen sind, bewusst. Und ich hoffe, dass wir nicht von der Weiterentwicklung abgehängt werden und hoffe, auf weitere Jahrzehnte mit der Punktschrift als Lektüre und zum Schreiben. 😉

Liebe Grüße

Paula Grimm

P- S.: Ohne die Entwicklungsfähigkeit der Brailleschrift und meiner Wenigkeit wäre dieser Blog und die Paula Grimm als Autorin gar nicht da!

Guck mal, wer da über den Felicitasroman spricht!

Guten Tag,

 

die letzten beiden Tage standen ganz im Zeichen der Werbung oder besser gesagt, in der Suche nach geeigneten Präsentationsformen für Felicitas – Die ersten sieben Leben eines Pumas. Und dann habe ich mich gestern Nachmittag einfach einmal hingesetzt und spontan sprechen und lesen geübt und das mit der Kamera meines MacBooks aufgenommen. Videokunst? – Das ist wohl eine maßlose Übertreibung. Aber was soll’s! – Wenigstens könnt ihr sehen, was spontan möglich ist. Und ihr könnt mich auch einmal anders kennenlernen als schreibend. Hier geht’s lang zum Film: https://vimeo.com/226919654?utm_source=email&utm_medium=vimeo-cliptranscode-201504&utm_campaign=28749.

 

Der „Streifen“ enthält eine Lesung aus dem Kapitel Feuertaufe. Wer das Elend nicht bis zum Ende ansehen kann, kann die Lesung wie im Video empfohlen mit geschlossenen Augen verfolgen und sich der Vorstellung dessen hingeben, was Felicitas da erzählt. 😉

 

Übung tut wirklich Not. Aber Lesungen lernt man wie alles andere auch wohl nur durch Lesungen. Und von der Organisation von Lesungen wird der nächste Artikel handeln. Über Rückmeldungen auf Vimeo würde ich mich sehr freuen und über Einladungen zu Lifestreamlesungen oder Lifelesungen auch!

 

Liebe Grüße

 

Paula Grimm

Felicitas – Die ersten sieben Leben eines Pumas als Lesefutter für die Ohren

Guten Tag,

 

nachdem ich heute Vormittag über meine Erfahrungen mit der Erstellung und Veröffentlichung von Hörbüchern berichtet habe, möchte ich euch das Audiobook Felicitas – Die ersten sieben <leben eines Pumas etwas näher vorstellen.

 

Für diejenigen, die Felicitas noch überhaupt nicht kennen folgt hier der Klappentext des Hörbuchs. Die eingefügte Audiodatei enthält das erste Kapitel des Romans als Textprobe zum ‚reinschnuppern. Gute Unterhaltung damit!

 

Liebe Grüße

 

Paula Grimm

 

Klappentext

 

Im Juli des Jahres 2012 kauft die Journalistin und Autorin Tamara Sänft ein Haus in Tannhuysen am Niederrhein. Dort findet sie das Tagebuch von Felicitas Haechmanns aus dem Jahr 1990. Direkt nachdem Tamara die Kladde ergriffen hat, spürt sie die magische Anziehungskraft, die von diesem Band ausgeht, noch bevor sie ein Wort gelesen hat. Als sie das Buch fasziniert in der Hand hält, erscheinen Felicitas’ und ihr Krafttier, ein Pumaweibchen, um Tamara davor zu warnen dieser Geschichte habhaft werden zu wollen. Sie ignoriert diese Zeichen. Und die beiden Zeitungsartikel, die sie in der Kladde findet, spornen sie an, diese Geschichte abzuschreiben und unter dem eigenen Namen als Roman zu veröffentlichen. Denn diese beiden Ausschnitte scheinen ein Garant für eine Erfolgsgeschichte zu sein.

Tamara Sänft bekommt durch Felicitas’ Aufzeichnungen und durch die Verwicklungen der Ereignisse aus der Vergangenheit mit ihrem Leben tatsächlich eine überaus spannende Geschichte, die die Geheimnisse aus den Jahren 1977 bis 1990 enthüllen. Aber sie wird dieser Geschichte und Felicitas Haechmanns nicht Herr, wie sie es geplant hat. So muss sie unter anderem einsehen, dass ihr Mann, Sigmund Sänft, mehr als ein dunkles Geheimnis hat.

Als Hörbuch gelesen von Birgit Arnold:

http://www.xinxii.com/felicitas-p-375730.html.

Preis: 15,49 €.

Artikel- Und Blogempfehlung: Über Bibliodiversität in Steglitzmind

Hallo Ihr Lieben,

 

das mir gerade eben wieder der Link zu einem Beitrag des Blogs Steglitzmind in mein Emailpostfach geflogen ist, freut mich sehr. Denn für meinen Geschmack hat es zu lange gedauert, bis endlich Nachschub auf diesem Blog veröffentlicht wurde. Gesine von Prittwitz hat in der Vergangenheit sehr viele interessante Buchhandlungen, Buchmenschen und Verlage porträtiert. Und es waren auch immer Themen dabei, die für Autoren, Buchhändler und Verlage ganz allgemein von Interesse sind.

 

Im aktuellen Post geht es um das Thema Bibliodiversität, kulturelle Vielfalt oder Vielstimmigkeit im Bereich Bücher. Der Artikel stellt den Begriff, seine Anlehnung an den Begriff der Biodiversität, seine Geschichte und Fragen zu seiner Verwendung auf und lädt zu einer Veranstaltung ein, die am 12. Juni in Berlin zu diesem Thema stattfinden wird.

Liebe Grüße

 

Paula Grimm

 

Und hier geht’s lang zum Artikel: https://steglitzmind.wordpress.com/author/gesinevp/